Machen, weil man es kann?

Der Dienst-am-Selbst-Pfad von Polarität (VI)

Warum macht er oder sie das? Weil sie es können. Und weil sie dem Pfad dessen folgen, was nicht ist, haben sie keinen Grund mich als jemanden zu sehen, den sie respektieren sollen. Mein Auto ist nur ein Objekt, an dem die Person nur wegen meiner naiven Beachtung der Straßenverkehrsregeln vorbeifahren kann. Wenn sie über die Person in dem Auto überhaupt nachdenken, denken sie von ihr als einen Trottel, nicht eine Person. Als von Natur aus zu Dienst-am-Selbst polarisierte Person können sie sich über alle Regeln hinwegsetzen, außer denen, die ihnen passen.

Starke Dienst-am-Selbst-Aspekte gibt es auch in der Struktur jeder organisierten Religion, welche die strikte Einhaltung der spezifischen Grundsätze eines Glaubenssystems verlangt. Die Geschichte liefert uns viele Beispiele von „heiligen“ Kriegen. Was für ein Widerspruch in den Begriffen! Es ist eindeutig klar, dass ein Schöpfer, dessen Natur bedingungslose Liebe ist, Kriege nicht billigt.

Aber die Leute, bei deren Identität „mein“ Dogma und „meine“ Religion die Basis geworden sind, neigen zu der Schlussfolgerung zu kommen, dass ihrer der einzige Weg zu glauben ist, und dass alle, die nicht so glauben, es benötigen, überzeugt zu werden, um den Rängen der wahren Gläubigen beizutreten oder um ausgelöscht zu werden; der Hölle nach diesem Leben übergeben, und einem Zustand des Nicht-Dazugehörens während dieses Lebens.

Illusion auf dem Spielbrett (II)

Die Wissenschaft erzählt uns allerdings etwas Anderes in Bezug darauf, wie die Dinge nahe betrachtet aussehen. Unter einem Hochleistungsmikroskop lässt Festigkeit nach, und unsere Zellen, wie die Zellen oder Moleküle aller Materie, ob organisch oder anorganisch, sehen aus wie ein sternenklarer Nachthimmel. Wir sehen auf dieses mikroskopischen Ebene so aus, also ob wir Teil eines unendlichen Universums aus Sonnen mit Planeten, die sie umkreisen, wären, die auf verschiedene Arten in Beziehung zu anderen Sonnensystemen stehen.

Wenn wir zum Beispiel das Modell eines Wasserstoffatoms nehmen und ein erbsengroßes Proton auf die 50-Yard-Linie eines Footballfeldes legen, dann ist das erste Teilchen, das es umkreist, so groß wie ein Punkt und sitzt irgendwo auf den billigen Sitzen. Für den Beobachter der wirbelnden Umlaufbahn des Elektrons dieses Wasserstoffatoms ist die sogenannte feste Materie fast vollständig leerer Raum. Masse selbst steht hier stark in Frage! Dies ist grundsätzlich ein Universum aus Energie in Bewegung oder Schwingung anstatt ein Universum in Ruhe.

Das Glaubenssystem des Ostens würde sagen, dass die ganze physische Welt pure Illusion ist, die sie Maya nennen. Sie bewerten sie als nichts. Sie schlagen vor, dass ihr einziger Nutzen darin liegt, entdeckt zu werden und an die wachsende Liste von Illusionen, die nichts bedeuten, zu übergeben. Das Ziel ist es, sich jenseits aller Illusion zu bewegen und im friedlichen Nichts des Nicht-Verlangens zu verweilen.

aus Das Gesetz des Einen leben, Das 1×1: Die Wahl
von Carla L. Rückert (1943-2015)
Online-Vorabveröffentlichung