Der Jesus im eigenen magischen Wald spricht mitunter kein Wort

Fortsetzung von Kapitel 2: Polarität und die Wahl, Der Dienst-an-Anderen-Pfad von Polarität (VIII)

Wenn Sie sich Ihr Leben als Ganzes ansehen, vom Anfang bis zum Ende, wie Sie es mit einer Symphonie oder einem Gedicht tun würden, wird es Ihnen möglich, aus dem ständigen Strom täglicher Details herauszukommen, die die Aufmerksamkeit Ihres Geistes beanspruchen. Sie werden fähig, den Punkt in der Entscheidung zu sehen, wie Sie sich, im Allgemeinen, während dieses Lebens verhalten möchten. Sie können dann für sich selbst eine Lebensregel oder einen ethischen Standard setzen, der wie der innere Kompass ist und Sie durch das chaotische Meer des alltäglichen Lebens steuert.

In meiner Kindheit hatte ich das Glück einer ungewöhnlichen Beziehung mit Jesus Christus. Für mich war er keine mystische Gestalt aus der Sonntagsschule, sondern ein Teil der Wesen, die in meinem „magischen Wald“ lebten, einem Ort innerhalb meines Geistes, an den ich als sehr kleines Kind gehen konnte. Für mich war es ein realer Ort.

Jesus hat in meinem magischen Wald nie ein Wort zu mir gesagt. Er saß neben mir und hielt meine Hand. Ich sah in seine Augen und wusste, was bedingungslose Liebe wirklich ist. Sie war vollständig da, in seinem goldenen Blick.

aus Das Gesetz des Einen leben, Das 1×1: Die Wahl

Werbeanzeigen

Katalyst auf dem SPIELBRETT (II)

Dies beinhaltet, was wir von um uns herum sehen und hören. Wer sind wir? Unsere Eltern haben es uns erzählt. Unsere Lehrer haben es uns erzählt. Welche wichtigen Personen auch immer Teil unserer Welt als Kinder waren, auch sie haben es uns erzählt. Nicht nur das, auch nahe Freunde, Partner oder andere Menschen haben uns danach als Erwachsene definiert. Und wir können nichts davon glauben, zumindest nicht zu dem Grad, dass wir diesen Meinungen erlauben, zu definieren, wer wir sind.

Ich kann mich daran erinnern, wie ich als Kind versuchte habe, eine vollständige Absenderadresse auf einen Brief an meine Eltern vom Sommercamp aufzuschreiben. Ich schrieb meinen Namen, die Straße, die Stadt und den Bundesstaat, die USA, und dann fügte ich „Erde“ und „Das Universum“ hinzu. Irgendwie fühlte sich die Adresse immer noch unvollständig an.

Auf eine ähnliche Weise fragte mich meine immer-lehrende Mutter, einen kleinen Aufsatz darüber zu schreiben, wer ich sei. Ich schrieb auf, dass ich eine Person sei, die Carla genannt wurde, geboren in Lake Forest, Illinois, am 16. Juli 1943 um 6:42 Uhr morgens. Ich war die Tochter von Jean und Ted Rückert. Ich war eine Frau. Ich war Amerikanerin. Und ich war ein Kind des Schöpfers. Wiederum fühlte sich meine Selbstdefinition noch nicht vollständig an. Nirgendwo fand ich die wundervolle Gewissheit der Schöpferfigur des Alten Testaments der Heiligen Schrift mit seinem „Ich bin, was ich bin.“ Oder bündiger: „Ich bin.“

Wir alle versuchen, uns, uns selbst gegenüber, zu definieren – viele Male, während wir durch das Leben gehen. Unsere Kultur, die auf äußere Dinge fokussiert ist, neigt dazu, uns durch das zu definieren, was wir tun. Niemand fragt uns auf einer Party, wer wir sind. Sie fragen uns, was wir tun, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen, oder welche Interessen wir haben. Solche Unterhaltungen tendieren dazu, auf gewisse Art oberflächlich zu bleiben, weil wir nicht sind, was wir tun! Unsere Karriere oder Arbeit kommt einer Definition unserer selbst kein Stück weit nahe. Noch tut es unser Familienstand, unsere sexuelle Orientierung oder irgendetwas Äußerliches an uns.

Im Anfang war das Wort

Dieser zugrundeliegenden Einheit der ganzen Schöpfung kommt die Heilige Schrift vielleicht zu Beginn des Johannesevangeliums am nächsten, in dem es heißt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war Leben; und das Leben war das Licht des Menschen.“

Johannes 1,1-4, zitiert aus der Einheitsübersetzung