Einheitserfahrung beim Laufen

Pilgerin des Friedens (II)

Nach der Auflösung ihrer Ehe entwickelte Mildred zunehmende Rückzugstendenzen und verbrachte viel Zeit damit, alleine zu gehen. Auf einem dieser kontemplativen Spaziergänge, hatte sie eine weitere Verwirklichung. Sie sagt:

Ich war frühmorgens draußen laufen. Auf einmal fühlte ich mich sehr erhoben, mehr als jemals zuvor. Ich erinnere mich, dass ich die Zeitlosigkeit und Raumlosigkeit und den Zustand, von Licht erfüllt zu sein, kannte. Es schien, als ob ich gar nicht auf der Erde laufen würde. Es gab keine Menschen, nicht einmal Tiere, in der Umgebung, aber jede Blume, jeder Busch, jeder Baum schien einen Strahlenkranz zu tragen. Um alles herum gab es eine Lichtemanation und goldene Flecken fielen wie Regen schräg durch die Luft.

Der wichtigste Teil war nicht das Phänomen an sich; der wichtige Teil daran war die Verwirklichung der Einheit aller Schöpfung.

Von dieser Erfahrung kam sie mit einer Vision und einer Mission zurück. Sie hatte eine Karte der Vereinigten Staaten gesehen, während sie in dem veränderten Bewusstseinszustand war, und ihre Route quer durch sie hindurch.

Peace Pilgrim – Pilgerin des Friedens

Beispiele von positiver Polarität, Pilgerin des Friedens (I)

Natürlich liebe ich jeden, den ich treffe. Wie könnte ich das nicht tun? In jedem von uns ist der Funke Gottes, und ich kümmere mich nicht um den ethnischen Hintergrund oder die Hautfarbe einer Person; für mich sind alle Menschen strahlende Lichter![1]

Mildred L. Norman (1908-1981) war Pazifistin, Vegetarierin und Friedensaktivistin.

Wie bei Jesus ist über das frühe Leben von Peace Pilgrim relativ wenig bekannt. Ihr erster Name war Mildred. Sie ging zur Schule und arbeitete, heiratete und genoss ihre größere Familie bis 1938, als sie die tiefe Verwirklichung hatte, dass sie ihr Leben Dienst widmen will. Mildred traf WIRKLICH die Wahl. Über die nächsten 15 Jahre, nachdem sich ihre Ehe aufgelöst hatte, schritt sie voran, indem sie ihre Besitztümer weggab und immer noch einfacher lebte. Ihr leidenschaftlichstes Interesse galt dem Weltfrieden. Sie übernahm ehrenamtliche Aufgaben für Organisationen wie die Women’s International League for Peace and Freedom, für die sie als Interessenvertreterin in Washington, DC akkreditiert war. Ein Freund aus diesen Jahren erinnerte sich daran, dass sie nur zwei Outfits hatte. Für eine beschäftigte Lobbyistin in Washington ist das wirklich eine magerere Garderobe! Aber sie wollte nur, was sie brauchte, um nicht mehr zu nehmen als ihren Teil an den Reichtümern dieser Erde; zumindest nicht, während so Viele ohne einen solchen Anteil auskommen müssen. Ihre spirituelle Arbeit, wie sie sie beschrieb, sollte ihr „Gott-zentriertes Wesen“ bestärken. Sie sagte:

Der Körper, Verstand und Emotionen sind Instrumente, die sowohl von einer selbst-zentrierten Wesensart als auch von einer Gott-zentrierten Wesensart verwendet werden können. Eine selbstzentrierte Wesensart verwendet diese Instrumente, sie ist jedoch niemals völlig in der Lage, sie zu kontrollieren, deswegen herrscht ein ständiger Kampf. Sie können nur von einer Gott-zentrierten Wesensart voll kontrolliert werden. Wenn die Gott-zentrierte Wesensart übernimmt, habt ihr inneren Frieden gefunden. Eine selbstzentrierte Wesensart ist ein sehr beeindruckender Gegner und sie kämpft verbittert, um ihre Identität zu erhalten. Sie verteidigt sich auf gerissene Art und Weise und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Sie kennt die schwächsten Stellen in deiner Rüstung. Es ist ratsam, während dieser Angriffsperioden eine demütige Haltung einzunehmen und mit niemand anderem ganz eng zusammen zu sein, außer dem leitenden Geflüster deines höheren Selbst.[2]


[1] Aus Peace Pilgrim, Peace Pilgrim: Her Life and Work in Her Own Words. Santa Fe, New Mexico: An Ocean Tree Book, 1982, S. 50.

[2] Ebenda, S. 8.

Bild-Information: Benick at English Wikipedia, CC BY-SA 2.5 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5, via Wikimedia Commons

Lasst uns eine Gemeinschaft der Liebe sein

Jesus Christus (IV)

Die Botschaft von Jesus ist bedingungslose Liebe. Er bat Menschen, ihre Nächsten zu lieben wie sich selbst. Wenn er gefragt wurde, wer ihre Nächsten seien, erzählte Jesus die Geschichte eines Menschen von niedrigem Status, der einen notleidenden Fremden auf der Straße fand und ihn zu einem nahegelegenen Gasthof brachte, wo er für medizinische Unterstützung und die Unterkunft des Menschen zahlte, bis er genesen war.

In einer weiteren Parabel spricht Jesus wieder darüber, wie er die Welt sieht. Dieses Mal erzählt er eine Geschichte des Jüngsten Gerichts. Er sagt, dass die Rechtschaffenen zu Jesus‘ rechter Hand sitzen werden, und dann wird Er sagen: „Kommt, oh vom Vater Gesegnete, erbt das Königreich, das für euch auf dem Fundament der Welt vorbereitet wurde; denn ich war hungrig und ihr ihr habt mir zu Essen gegeben, ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben, ich war ein Fremder und ihr habt mich willkommen geheißen, ich war nackt und ihr habt mich gekleidet, ich war krank und ihr habt mich besucht, ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.“ [1].

In dieser Erzählung sind die Rechtschaffenen verblüfft. Sie sagen: „Herr, wann haben wir Dich hungern gesehen und Dir zu essen gegeben, oder bist Du durstig gewesen und wir gaben Dir zu trinken? Und wann haben wir Dich als einen Fremden gesehen und haben Dich willkommen geheißen, oder warst Du nackt und wir haben dich bekleidet? Und wann haben wir Dich krank oder im Gefängnis gesehen und haben Dich besucht?“

Jesus sagt: „Was ihr für einen der Geringsten dieser tut, das tut ihr für mich.“

Wir alle sind eins. Wir müssen uns um uns kümmern. Lasst uns eine Gemeinschaft der Liebe sein. Das ist die grundlegende Botschaft. Was auch immer die Wahrheit über Sein Leben sein mag, und die Einzelheiten davon stehen auch zu den besten Zeiten nur halb im Fokus, hat das Bewusstsein, welches die Essenz von Jesus Christus ist, die Herzen vieler Menschen seit über 2.000 Jahren berührt und geöffnet.


[1] Dieses und das folgende Zitat sind aus Matthäus 25,34-40.

Eindringlich, sanft, einfach und revolutionär

Jesus Christus (III)

Jesus war ein Rebell, aber dennoch schien er diese Debatten mit Autorität zu gewinnen, bis auf die letzte natürlich. Jesus war zuletzt in einem Netz aus Kirche und Staatspolitik gefangen. Als ein politischer Störenfried wurde er in einem festgelegten Einer-gegen-Einen-Wettbewerb dem Kreuz übergeben – ein Mensch wird freigelassen, der andere stirbt durch Kreuzigung. Die Stimmenwahl wurde von einer bestochenen Menge abgegeben und Jesus schritt nach Golgatha und zum Kreuz, während ein Mörder freikam.

Jesus‘ Dienst war geprägt von Weisheit und intellektueller Genauigkeit. Seine Lehre jedoch entsprang dem offenen Herzen und hing in erster Linie von Einsicht und innerem Verständnis ab. Während der letzten drei Jahre seines Lebens war er ein Wanderprediger. Innerhalb dieser drei Jahre ging er in die Geschichte ein.

Seinen aktiven Dienst begann er, als er sich mit seinem Cousin, Johannes dem Täufer, in der Wüste zusammentat, wo Johannes Reue und ein neues Leben predigte, und diejenigen taufte, die zu ihm in die Wildnis kamen, als ein Symbol dieses neuen Lebens. Johannes protestierte dagegen, dass Jesus von ihm getauft werden sollte, aber Jesus schenkte dem keine Beachtung und wurde von Johannes in ein neues Leben getauft. Johannes‘ Botschaft war so harsch wie seine Wüste: bereut oder das Ende ist nahe. Dies ist auch ein Merkmal von Jesus‘ Dienst, diese Eindringlichkeit, Menschen auf die sofortigen Belohnungen aufmerksam zu machen, die durch Reue und Umkehr zum Herrn kommen.

Von diesem Zeitpunkt an, bis zu Seinem Tod, war Jesus unterwegs und sprach zu all jenen, die zuhören würden, und heilte die Kranken. Er wollte alle auf die Vision aufmerksam machen, die er hatte, von einer Apokalypse, die bald kommen würde. Seine Botschaft war sanft, einfach und revolutionär.