Ein Leben in Dienst

Wir erinnern uns an Carla Rückert

Carla_Rueckert_1Am 16. Juli 1943 als Kind in der siebten Generation einer deutschen Auswanderfamilie in Lake Forest (Illinois) geboren, wuchs Carla L. Rueckert in Louisville (Kentucky) auf. Gesundheitlich von Kind an schwer angeschlagen, verfolgte sie dennoch ihren Weg durch ein Literaturstudium und eine Bibliothekars-Ausbildung. Ihr Leben lang war Carla Rückert eine zutiefst spirituelle und religiöse Persönlichkeit mit einem innigen Draht zu Jesus Christus. Sie selbst bezeichnete sich immer wieder als christliche Mystikerin.

Ihre medialen Fähigkeiten entdeckte sie ab 1972, als sie in den Meditations- und Channeling-Gruppen von Don Elkins, ihrem geliebten Partner und Freund, auch die aktive Rolle eines Instruments einnahm. Den Channeling-Prozess, der innerhalb von L/L Research maßgeblich von Carla Rückert mitentwickelt wurde, konnte sie soweit verfeinern, auch durch ihre hingebungsvolle Haltung, dass sie zum bekannten alleinigen Instrument im Ra-Kontakt wurde.

Carla_Rueckert_2Nach einer größeren Operation 2011 konnte Carla Rückert ihren Channeling-Dienst nicht weiter fortsetzen und verstarb am 1. April 2015 im Alter von 71 Jahren während der Karwoche. Der 1. April, für Carla ein symbolischer Tag für den Archetyp des Narren in den großen Arkana des Tarots, im Ra-Kontakt „Die Wahl“ genannt, und die Erinnerung an den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus, stehen auf wundersame Weise in einer starker Verbindung mit Carla Rückerts Lebenswerk und ihrem gesamtem Wirken.

Viele Menschen hat Carla Rückert vor allem durch ihre direkte, offene Art dazu inspiriert, Spiritualität neu anzugehen und anzunehmen. Sich selbst als Mensch zu lieben, mit all den Fehlern und Unzulänglichkeiten, um dann mit einer gehörigen Portion „Salz“, und Mut, die Mahlzeit des Lebens zuzubereiten. Diese Mahlzeit besteht, natürlich, aus den zwei Haupt-, ja fast alleinigen Zutaten, Liebe und Licht, vor allem der Liebe zum Anderen. Und Carla empfiehlt uns ganz frei heraus, diese Mahlzeit zuzubereiten, sie zu kosten, zu schmecken, zu verfeinern; vor allem nicht an der Vielfältigkeit von Geschmacks-Erfahrungen zu sparen, und auch nicht vor starken Geschmäckern zurückzuschrecken, sondern sie zu integrieren. Um dann eines zu tun: Diese nährende Mahlzeit dem Schöpfer zu weihen, und sie an alle auszuteilen, die hungrig sind.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADiesem Dienst, den Carla Rückert so inspirierend durch alle Beschwerlichkeiten hindurch vorgelebt hat, schließen wir uns gerne, mit ihren nächsten Worten aus „Das Gesetz des Einen leben: Die Wahl“, an.

Unsere menschlichen Systeme sind in dem Sinne wie Motoren, dass wenn wir das Konzept der Polarität – von Richtig und Falsch – nicht nutzen, um unsere Wahlentscheidungen zu befeuern, unsere Entscheidungen kein Drehmoment produzieren und wir, metaphysisch gesprochen, nicht die Kraft entwickeln werden, um mit unseren Rädern vorwärts zu rollen. Entscheidungen zu treffen, ohne das Prinzip von Polarität zu verwenden, lässt die Zylinder unseres Motors in einem Gravitationsbrunnen zurück, aus und regungslos. Unter diesen Bedingungen kann kein Fortschritt erzielt werden.

Unsere Eltern und Lehrer glauben, dass sie uns bereits gelehrt haben, wie man die richtigen ethischen Entscheidungen fällt. Anstatt zu den grundlegenden Prinzipien ethischer Entscheidungsfindung zu kommen, haben sie jedoch dazu geneigt, uns scheinbar willkürliche Zusammenstellungen von Regeln gegeben, denen wir folgen sollten. Die 10 Gebote sind ein gutes Beispiel eines solchen Verhaltenskodex. Ihre Anweisungen lauten:

1. Verehre keine Götter außer Jahwe.

2. Verehre keine Götzen.

3. Leiste keine unaufrichtigen Schwüre oder mache falsche Versprechungen.

4. Arbeite nicht am Sabbat.

5. Beleidige deine Eltern nicht.

6. Töte niemanden.

7. Mach nicht mit jemand anderem außer deinem Ehepartner rum.

8. Stiehl nicht.

9. Erzähl keine Lügen über irgendjemanden.

10. Wünsch dir nicht, das zu besitzen, was jemand anderes hat.

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Diese Liste von Dingen, die zu unterlassen sind, lassen eine ganze Menge ethisches Territorium unbesprochen. Die ersten zwei und die vierte Anweisung handeln davon, Jahwe richtig zu behandeln – ihre Version des Schöpfers. Die fünfte Anweisung geht darum, seine Eltern richtig zu behandeln. Die dritte Anweisung und der Rest der Liste handeln davon, andere Menschen richtig zu behandeln. Es wird kein Versuch unternommen, zu erklären, warum diese Gesichtspunkte von Verhalten angemessen sind. Sie werden als Regeln gegeben, denen es blind zu folgen gilt.

Das Vaterunser kommt dem Versuch, ein ethisches Zentrum von Anweisungen zu bilden, das logisch ist, ein wenig näher. Der grundsätzliche Sinn ist, dass es für diejenigen auf Erden wünschenswert ist, sich so zu verhalten, als ob sie schon im Himmel wären, wo Gottes Wille ausgeführt wird. Was ist Gottes Wille? Er ist, dass wir uns gegenseitig so behandeln, wie wir uns wünschen würden, behandelt zu werden. Wir vergeben Fehler anderer Leute, Beleidigungen und anderes Missverhalten, da wir hoffen, dass andere Menschen uns unsere eigenen Fehler vergeben werden.

aus Kapitel 2: Polarität und die Wahl, Polarität auf dem SPIELBRETT (Teil IV)
Das Gesetz des Einen leben, Das 1×1: Die Wahl

von Carla Lisbeth Rueckert

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Ein Kommentar

  1. Editor · April 1

    Hat dies auf Der Ra-Kontakt rebloggt.

    Gefällt mir

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