Einleitung II: Das Bündnis und Verehrung

Spiritualität kann als das gesehen werden, was bleibt, nachdem Religion abgelehnt wurde. Wir würden nur auf diese Weise vorschlagen, dass es hilfreich ist, auf die Strukturen äußerer Wege als das zu blicken, was sie sind: Gebäude für die suchende Seele, Plätze, um sich zu setzen und auf eine bestimmte Weise auf ein bestimmtes Muster von Konzepten zu schauen. Jeglicher Mythos, der so konstruiert ist, dass du beginnst, einen Weg zu sehen, um ein Leben in Glauben zu leben, ist ein gutes Gegenstück für dich. Und falls du kein solches Gegenstück findest, dann musst du dich nach innen wenden und die äußere Welt zurücklassen, denn auf dieser Ebene findest du keine Resonanz. Der Frieden und die Kraft des hingebungsvollen oder spirituellen Weges liegen nicht darin, wie glücklich er einen macht, auch wenn er einen oft glücklich macht. Sie liegen stattdessen in der Zufriedenheit einer inneren Hingabe, einer Hingabe an den Schöpfer im Inneren.[1]

Das Bündnis schlägt nicht vor, dass falls Sie bereits eine gläubige Person sind, Sie Ihre gegenwärtigen Glaubensansichten aufgeben und ihre Weltsicht annehmen müssen. Stattdessen weist es darauf hin, dass alle religiöse Praxis eine sehr persönliche, intime Entscheidung für jeden von uns ist. Sie finden kein Problem darin, dass wir persönliche Glaubensansichten haben. Für das Bündnis sind unsere Glaubenssysteme, welche auch immer es sein mögen, akzeptabel, und sind vollständig unsere persönliche Angelegenheit. Ihre Weltanschauung ist eher philosophisch als religiös.

Als ich zum Beispiel als ein Kanal für die Ra-Gruppe in den Gesetz des Einen-Sitzungen in den frühen Achtzigern fungierte, hat die Ra-Gruppe sich besondere Mühe gegeben, Raum für mein christliches Glaubenssystem zu schaffen. Sie ließen unsere Forschungsgruppe einen Altar aufstellen, mit einer Ausgabe der Heiligen Schrift darauf, aufgeschlagen beim Johannesevangelium, Kapitel 1, Vers, welches sie als die Passage anmerkten, die am engsten in Harmonie mit ihrer Philosophie ist. Sie schlugen vor, dass wir eine Kerze und ein Räucherstäbchen zu Beginn jeder Sitzung anzündeten. Dies sind die Werkzeuge meines mystischen episkopalen Christentums. Obwohl sie uns baten, kein Metall in dem Raum zu belassen, welches wir nicht unbedingt für die Sitzungen brauchten, ließen sie mich meine kleine Goldkette mit ihrem hängenden Kreuz tragen. Ihre Rücksicht hat mich sehr beruhigt.

Für ihre Art zu denken, existieren Glaubenssysteme zu dem Zweck, die Thematik des metaphysischen, spirituellen oder religiösen Glaubens auf solche Weise zu arrangieren, dass sie für uns Sinn macht, so dass wir über die damit verbundenen Konzepte nachdenken können. Falls wir bereits mit einem Glaubenssystem arbeiten, das für uns funktioniert, ermutigen sie uns dazu, dieses System zu behalten.

Sie setzen dieses System in Kontext, indem sie es einen „persönlichen Mythos“ anstatt „die Wahrheit“ nennen. Dies drückt ihre Meinung aus, die lautet, dass alle religiösen Glaubenssysteme die persönliche Auswahl an Mitteln sind, die eine Person verwendet, wenn sie sich in die Bereiche des archetypischen Geistes bewegt. Sie sehen religiöse Glaubenssysteme als Strukturen, durch die wir auf die Wurzeln unseres eigenen tiefen Geistes schauen können.

Was immer auch unser Glaubenssystem sein mag, das Bündnis ermutigt alle Suchenden der Wahrheit, auf der Grundlage dieser Überzeugungen zu handeln, indem wir eine Regel oder ein Lebensmuster bilden, welches den langen und zeitaufwändigen Prozess des Suchens nach der Wahrheit unterstützt.

Wenn ich in die Kirche gehe, suche ich die Wahrheit. Ich höre Bibellesungen. Ich singe erhebende Lieder und Psalmen. Ich höre mir Predigten an. Die ganze Zeit über halte ich nach Resonanz Ausschau, dieser Funke, der sagt: „Hör mir zu!“

Die Kirche ist jedoch nicht der einzige Platz, den das Bündnis uns vorschlägt, um dort die Wahrheit zu suchen. In ihrer Weise zu denken, erwartet die Wahrheit die Suchenden überall: in Unterhaltungen mit unseren Freunden; in Zeichen und Symbolen, auf die unser Blick fällt; im Erscheinen unserer Totems oder Tier-Geistführer und in Entdeckungen interessanter Fügungen. Sie schlagen vor, dass das Universum ein interaktives System ist, welches auf unser Suchen und unseren Wunsch anspricht. Entsprechend dem, was Sie sich am tiefsten wünschen, werden Menschen und Situationen von Ihnen angezogen werden. Für das Bündnis ist alles Leben, in seinen reichen Details, belebt mit Information.

Was Religionen und die Bündnis-Lehren gemeinsam haben, ist, dass sie glauben, dass es wichtig ist, den einen Schöpfer zu verehren, nicht gelegentlich, sondern jeden Tag. Diese Verehrung kann sehr einfach sein. Ein Gebet zu beten am Beginn und am Ende des Tages ist ein substantielles Beginnen einer Darbringung täglicher Verehrung. Das grundsätzliche Ziel eines Lebens, das in Glauben gelebt wird, ist es, den Geist von Gewohnheiten, die auf Angst basieren, zu Gewohnheiten, die auf Liebe basieren, umzuschulen, und von Achtlosigkeit im Leben zu verantwortlicher Verwaltung der eigenen, wertvollen Zeit in Inkarnation.

Wir sind in eine säkulare Welt hineingeboren, die nicht weiß, wie man höhere Dinge verehrt. Unsere Kultur trainiert uns dazu, Geld, Besitz, Macht, romantische Liebe und Sicherheit wertzuschätzen und danach zu streben. Dennoch bleibt ein instinktiver, tief natürlicher Wunsch, heilig zu leben. Wenn man den Bogen und die Breite menschlicher Gesellschaften auf der Erde betrachtet, wir man feststellen, dass sie alle ein System der religiösen oder spirituellen Glaubens und der Verehrung entwickelt haben. In der Tat ist eine Person von Glück gesegnet, wenn sie den Schöpfer in der Form der Kirche ihrer Kindheit verehren kann. Von Glück gesegnet ist auch die Suchenden, die ein religiöses System finden, welches, auch wenn nicht ursprünglich in ihrer Kultur, dennoch diesen Wunsch nach Wahrheit befriedigt und ihnen einen Weg gibt, jeden Tag ein heiliges Leben zu leben.

Für die Meisten von uns, jedoch, gibt es kein passendes Paar zwischen den Religionen, die es da draußen gibt, und den Bedürfnissen unserer tieferen Natur, die Wahrheit zu erkennen. Religion wie etablierte Organisationen sie anbieten, funktioniert für viele Menschen heutzutage einfach nicht.

[1] Die Q’uo-Gruppe, gechannelt von L/L Research am 6. Januar 2001.

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