Das Gesetz des Einen leben

Das 1×1: Die Wahl

von Carla L. Rückert

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Carla Rückert (1943 – 2015)

© L/L Research & Das Gesetz des Einen-Verlag; Übersetzung: Jochen Blumenthal

Auf dieser Internetseite stellt der Das Gesetz des Einen-Verlag die deutsche Übersetzung von Carla Rückerts Werk „Living the Law of One, 101: The Choice“ in Auszügen vor.

Geschrieben in der Absicht, einen einfach zu lesenden Bericht für den Einstieg in die Kernprinzipien des Ra-Kontakts und der Bündnis-Philosophie allgemein zu erstellen, nimmt dieses Buch Leserinnen und Leser mit auf eine Besprechung von so zentralen Begriffen wie Einheit, freier Wille, Liebe, Licht und Polarität. 

Carla Rückerts Einführung in das Gesetz des Einen

Le Choix cover 1Das englische Original steht als kostenloses PDF und als Taschenbuch (im L/L Online Store) zur Verfügung.

Der Das Gesetz des Einen-Verlag veröffentlicht als Maison d’édition La Loi Une auch französische Übersetzungen von L/L-Research-Titeln. In der Zusammenarbeit mit Micheline Deschreider ist daraus „Comment vivre La Loi Une – Niveau I: Le Choix“ (die französische Version von „Die Wahl“) entstanden. Als PDF kann dieser Titel ebenfalls auf der Webseite von L/L Research hier gelesen werden und steht auch als kindle E-book und Taschenbuch zur Verfügung, z. B. auf amazon.fr.

Die deutsche Übersetzung in drei Teilen:

Teil II von Die Wahl

Der dritte und letzte Teil von Die Wahl

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Die Wahl in einem Band

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9783945871119 skUm „Die Wahl“ hier zu lesen,

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Über die Autorin
Eine Anmerkung zu 2012
Vorwort: Eine kurze Geschichte von L/L Research

Einleitung: Das Bündnis der Planeten im Dienst des Unendlichen Schöpfers

Kapitel 1: Die ersten drei Verzerrungen des Gesetzes des Einen

Kapitel 2: Polarität und die Wahl


L/L Research ist eine anerkannte gemeinnützige Organisation in Louisville (Kentucky). Auch wir vom Das Gesetz des Einen-Verlag (Deutschland) arbeiten für den guten Zweck, größtenteils ehrenamtlich. Mit Ihrer Unterstützung können wir mehr Energie in die Übersetzungsarbeit investieren und schneller weitere Texte von Carla Rückert und L/L Research kostenlos und als Bücher anbieten.

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Viel Freude und tiefe Erkenntnisse mit Carla Rückerts liebevollen und weisen Worten!

Mit Liebe und Licht
Jochen Blumenthal für den
Das Gesetz des Einen-Verlag und L/L-Research

Wenn Staaten die Arbeit für Konzerne machen

Der Dienst-am-Selbst-Pfad von Polarität (XII)

Wir können auch sehen, wie wirtschaftliche Ziele zu Militärpolitik werden können, wie 1893, als die Dole Company auf die Bemühungen von Königin Lili’uokulani reagierte, eine neue Verfassung für Hawaii zu schaffen. Dies war ihr Recht als Staatsoberhaupt. Sie hatte auf ausländische Handlungen durch die US-Regierung reagiert, die ihrem Volk 1887 eine „Bajonett-Verfassung“ aufgezwungen hatte, welche den souveränen Staat Hawaii in seinen Handlungsrechten stark beschnitt.

Der „McKinley-Zoll“, der auch Hawaii im Jahr 1890 auferlegt wurde, entzog die Rücklagen, welche einen Festland-Markt für Hawaiis Zucker, unabhängig von irgendeiner Wirtschaftsgesellschaft, absicherten. Die Dole-Gruppe wollte, dass die Königin alle Zuckerernten auf sie überschreibt. Die Königin versuchte jedoch, Hawaiis Souveränität wiederzuerlangen, um Handel zum Wohl der hawaiianischen Bevölkerungen zu treiben, anstatt zum Wohl von Herrn Dole und seinem Unternehmen. Dies wurde als nicht annehmbar für amerikanische Unternehmensinteressen angesehen. In Führungskräftetreffen ersuchten sie Regierungsunterstützung, und als ein direktes Ergebnis davon marschierten die Marines in Hawaii ein, entthronten die Königin und annektierten Hawaii 1894 als eine Republik, mit Samuel Dole als ihr Präsident.

Ein interessantes Buch, Overthrow[1] (Umsturz), herausgegeben 2005, bietet viele solcher gut dokumentierter und aktenkundiger Vorfälle, in denen die Vereinigten Staaten die Arbeit verrichtet haben, welche große Konzerne von ihr verlangt haben, um bessere Abschlüsse für amerikanische Konzerne zu erreichen, die in anderen Ländern Geschäfte machen. Noam Chomskys Buch Hybris ist ebenfalls ein Augenöffner in dieser Hinsicht.


[1] Stephen Kinzer, Overthrow: America’s Century of Regime Change from Hawaii to Iraq.

Negative gesellschaftliche Kräfte nehmen zuviel und geben zuwenig

Der Dienst-am-Selbst-Pfad von Polarität (XI)

Viele andere, nicht tödliche, Dienst-am-Selbst-Handlungen durch Unternehmen kann man im alltäglichen Leben sehen. Einige Unternehmen handeln nach dem Prinzip, ob öffentlich zugegeben oder nicht, zuverlässige und erfahrene Menschen, die dem Renteneintrittsalter nahe kommen, zu kündigen, um die Kosten ihrer Altersvorsorge und hohen Gehälter zu sparen. Sie ersetzen solche Menschen mit jüngeren und weniger erfahrenen Menschen, die sie für viel weniger Geld anstellen können, und denen sie möglicherweise überhaupt keine betriebliche Altersvorsorge mehr anbieten.

Ein weiteres Beispiel für Dienst-am-Selbst-Denken in großen Wirtschaftsunternehmen kann man in Unternehmen finden, die nur Teilzeit-Angestelltenverhältnisse anbieten. Sie machen das, damit sie vom Gesetz her nicht gezwungen sind, ihnen die (sonst üblichen) Zusatzleistungen zu geben, womit sie die Gewinne des Konzerns für die Entlohnung der Top-Führungskräfte sparen.

Als eine direkte Konsequenz haben die Vereinigten Staaten eine hohe Zahl an arbeitenden Menschen, die keinen Platz zum Leben haben und keine Krankenversicherung, weil – egal wie viele Stunden sie arbeiten oder wie viele Jobs – sie können nicht genug Geld verdienen, um sich das leisten zu können, was viele Menschen für selbstverständlich halten: ein Dach über dem Kopf und die Möglichkeit, sich um Familienangehörige kümmern zu können, die krank werden und medizinische Leistungen benötigen.

Wenn sich die nationalen Kräfte des Militärs, von Religion und Wirtschaft auf verschiedene Weise kombinieren, um zu bekommen, was sie wollen, geschieht vielleicht der dunkelste Teil des Dienst-am-Selbst-Denkens. Wir sehen die Auswirkungen der Vermischungen von regierenden und religiösen Kräften an vielen Orten in der Welt heute. Wenn die Prediger von großen Kongregationen ihrer Gemeinde sagen, dass sie für einen gewissen Menschen oder eine Partei wählen sollen, ist dies ein Beispiel davon. Es ist eine Sache, über inhaltliche Themen von biblischen Quellen zu diskutieren, und eine ziemlich andere, Menschen zu sagen, wie sie wählen sollen und damit vorzuschlagen, dass das eine Sache des Glaubens wäre. Die eigenen Anfänge unseres Landes lagen doch in dem Wunsch der Menschen begründet, die Freiheit zu haben, ohne Einschränkungen durch die Regierung glauben und ihren Glauben praktizieren zu können.

Ent-Personalisierung steht im Zentrum negativen Denkens

Der Dienst-am-Selbst-Pfad von Polarität (X)

Bitte verstehen Sie, dass ich solche Ideologen wie diesen Offiziellen nicht verurteile. Dieser Bericht lässt keine Person oder Land außen vor. Ich verwende diese Person als ein Beispiel der militärischen Art und Weise, auf andere Selbste[1] zu sehen. Dieser Funktionär ist nicht besser oder schlechter als viele andere Führungsfiguren in unserer beschwerlichen Welt, die regelmäßig Krieg als eine Art, Politik zu betreiben, einsetzen, anstatt sich die Zeit zu nehmen und das Mitgefühl zu entwickeln, um Frieden und Zusammenarbeit unter den Nationen auf diplomatischen Wegen anzustreben.

Es ist hilfreich, sich diesen Fernsehmoment sorgfältig anzuschauen, um die Dienst-am-Selbst-Polarität zu verstehen. Dienst-am-Selbst-Personen denken, zum größten Teil, nicht, dass sie etwas „Falsches“ oder „Böses“ tun. Und in der Tat hat unsere aktuelle Regierung sorgfältig ausgearbeitete Grundprinzipien, die jede Entscheidung für aggressive Strategien erklären. Was auch immer die Verluste, es gibt keine Anerkennung der im Kampf Gefallenen, außer dass man sie Helden nennt und sich ihrer am Heldengedenktag erinnert.

Eine weitere Quelle desselben Dienst-am-Selbst-Denkens kann man in großen gewinnorientierten Unternehmen sehen. Wie beim Militär, wird aller Verdienst nach oben abgegeben, bis letztendlich zum Topmanagement und den Inhabern von Kapitalgesellschaften. Wie beim Militär, werden extreme Maßnahmen für die Erzielung eines Gewinns als akzeptabel angesehen. Der bezahlte Mörder, der einen gefährlichen Wettbewerber aus dem Verkehr zieht, hat keine Wut auf den Topmanager oder Wissenschaftler, den er für einen Betrag tötet. Der Mord ist nur ein Job. Wenn eine Organisation in der Schattenwelt einem Menschen die Beine bricht, weil er seinen Wetteinsatz nicht zahlt, dann ist es nicht persönlich. Es ist „das Geschäft“. Diese Ent-Personalisierung von Personen steht im Zentrum des Dienst-am-Selbst-Denkens.


[1] „Anderes Selbst“, im englischen Original „other selves“, ist ein Begriff, der regelmäßig von Carla Rückert und im Bündniskontakt verwendet wird. Die „anderen Selbste“ sind unsere Mitmenschen, die Anderen; diese Anderen sind das eigene Selbst in einer von uns verschiedenen, individuellen Form, die genauso eingebettet ist in das eine große, ganze Wesen, der Schöpfer, wie wir.

Carla Rückert über den negativen Weg


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Carla L. Rückert (16. Juli 1943 – 1. April 2015)

Carla Rückert hat vielen Menschen mit inspirierenden Sätzen zu einem spirituellen Leben motiviert. Sie hat aber auch deutlich ausgesprochen, worin sie den negativen Weg gesehen hat – und mit ihr viele andere Menschen. Sie hat formuliert, was man sich unter Umständen kaum zu denken traut. Deshalb, auch heute, wo ihr Ableben sich zum fünften Mal jährt, erinnern wir uns an sie mit ihren klaren Aussagen. Danke, Carla, für die vielen Augen-Öffner, die Du uns gegeben hast! 

 

 

 


Der Dienst-am-Selbst-Pfad von Polarität (IX)

Ein Beispiel davon war vor kurzem in den Nachrichten zu sehen, als ein sehr betagter Offizieller im Fernsehen gezeigt wurde, während er eine Rede in einer Stadt hielt, wo eine Frau geehrt wurde, die seit 2003 ihren Ehemann und zwei ihrer Söhne in US-amerikanischen Kriegen verloren hatte. Sie und ihre verbleibende Familie standen im Zentrum des Publikums.

Der Amtsträger erhielt eine Frage eines Reporters, die an die zu ehrende Mutter gerichtet war. Der Journalist bat ihn, die Mutter zu fragen, ob sie fühlte, dass ihr Opfer es wert gewesen sei. Der Beamte antwortete jedoch sofort für sie und sagte, dass er sicher sei, dass sie ja sagen würde. Er fuhr fort zu sagen, dass, wenn mehr ihrer Söhne im Kampf gestorben wären, wäre sie gleich stolz auf sie, und dass die Opfer einer Schlacht stolz und froh wären, für ihr Land zu sterben. Was für einen besseren Tod könnten sie haben?

Ich wünschte, Sie hätten den Gesichtsausdruck der Mutter sehen können! Es war ein Ausdruck blanken Entsetzens. Die Antwort des Funktionärs jedoch zeigte, auf eine Weise, für die zu zeigen die meisten Führerpersönlichkeiten zu erfahren sind, dass wenn ideologisch motivierte Menschen für Richtlinienkompetenzen zuständig sind, sie es nicht einmal für einen Moment erwägen, dass der Verlust von Leben in ihren Kampfrängen ein Problem ist. Das tun Soldaten einfach. Die Menschen sind nicht wichtig. Die Politiken sind wichtig.

 

Bewaffnete Rangordnungen stehen negativem Denken nahe

Der Dienst-am-Selbst-Pfad von Polarität (VIII)

Innerhalb jeder unserer Gesellschaften haben die bewaffneten Dienste von Land, Region, Bezirk und Stadt, in der wir leben, eine vorwiegend zu Dienst-am-Selbst orientierte Polarität. Die Regeln der U.S. Army, als ein Beispiel, sind hierarchisch. Was die einfachen Soldaten tun, wird den Sergeants zugeschrieben oder vorgeworfen. Was die Unteroffiziere tun, dafür wird den Leutnants Anerkennung gezollt oder die Schuld gegeben. Dies geht die Ränge weiter hoch zu den Generälen, die für ihre ganze Armee das Verdienst zugeschrieben bekommen oder getadelt werden.

Die Offiziersränge in anderen bewaffneten Kräften, wie beispielsweise der Navy, Air Force und Küstenwache und der Polizeidirektionen und Sheriff-Dienststellen, haben unterschiedliche Bezeichnungen und folgen einer anderen Rangordnung. Das Ansammeln von Ruhm oder Tadel für die Arbeit, die bis zu dem dafür Verantwortlichen getan wurde, ist das gleiche. Die Top-Militärs in einer Armee, zum Beispiel, haben keine Schwierigkeiten damit, Menschen in eine Schlacht zu befehligen, selbst wenn sie im Voraus wissen, dass die Möglichkeit besteht, dass sie dabei alle umkommen. Ihre Ziele sind politisch, ökonomisch und kommerziell orientiert, und ideologisch. Die Menschen, die innerhalb der Armee ihre Strategien und Befehle ausführen, werden als Schachfiguren auf ihrem Spielbrett, oder um einen Slang-Begriff zu verwenden, als Kanonenfutter, betrachtet. „Eine Futter-Einheit“ oder OFU (engl. one fodder unit) ist mutmaßlich der Begriff, der für „einen Durchschnittsbürger“ von einigen unserer Führer verwendet wird.

Die Inquisition und anderer religiöser Fanatismus

Der Dienst-am-Selbst-Pfad von Polarität (VII)

Die verschiedenen römisch-katholischen Inquisitionen sind ein weiteres gutes Beispiel für Dienst-am-Selbst-Denken. Die römisch-katholische Kirche war gegenüber der Kontrolle von Anderen „zu ihrem eigenen Wohl“ ausreichend zugeneigt, um viele Menschen zu Tode zu foltern, während versucht wurde, sie dazu zu bringen, ihre mutmaßlichen Sünden zu gestehen. In ihrem Denken musste der Körper sterben, damit die geständige Seele nicht in die Hölle gehen müsste.

Viele Unschuldige wurden zu Folter und Tod verurteilt, weil sie Heilkräuter gepflückt haben und deswegen der Hexenzauberei angeklagt wurden. Viele mehr sind gestorben, weil sie eine unbequeme Meinung hatten. Galileo Galilei, zum Beispiel, wurde durch die Inquisition dazu gezwungen, sich von Kopernikus‘ Theorie, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht anders herum, zu verleugnen. Die alte Sicht der Welt war die eines flachen Ortes, dem Zentrum des Universums, um das sich die Sonne und alle Sterne und Planeten bewegten. Galileo war überzeugt, dass Kopernikus Recht hatte. Man sagt, dass er damals gemurmelt hätte, „Und die Erde bewegt sich doch!“ Glücklicherweise hatten seine Verfolger nicht so ein gutes Gehör wie sein Biograph.

Wenn Sie heute auf die Weltbühne blicken, können sie vielleicht Beispiele von solch religiösem Fanatismus finden. Wie es scheint, gibt es in christlichen, muslimischen und jüdischen Welten Splittergruppen, die sich nach Armageddon (einem Weltuntergang) sehnen.

Machen, weil man es kann?

Der Dienst-am-Selbst-Pfad von Polarität (VI)

Warum macht er oder sie das? Weil sie es können. Und weil sie dem Pfad dessen folgen, was nicht ist, haben sie keinen Grund mich als jemanden zu sehen, den sie respektieren sollen. Mein Auto ist nur ein Objekt, an dem die Person nur wegen meiner naiven Beachtung der Straßenverkehrsregeln vorbeifahren kann. Wenn sie über die Person in dem Auto überhaupt nachdenken, denken sie von ihr als einen Trottel, nicht eine Person. Als von Natur aus zu Dienst-am-Selbst polarisierte Person können sie sich über alle Regeln hinwegsetzen, außer denen, die ihnen passen.

Starke Dienst-am-Selbst-Aspekte gibt es auch in der Struktur jeder organisierten Religion, welche die strikte Einhaltung der spezifischen Grundsätze eines Glaubenssystems verlangt. Die Geschichte liefert uns viele Beispiele von „heiligen“ Kriegen. Was für ein Widerspruch in den Begriffen! Es ist eindeutig klar, dass ein Schöpfer, dessen Natur bedingungslose Liebe ist, Kriege nicht billigt.

Aber die Leute, bei deren Identität „mein“ Dogma und „meine“ Religion die Basis geworden sind, neigen zu der Schlussfolgerung zu kommen, dass ihrer der einzige Weg zu glauben ist, und dass alle, die nicht so glauben, es benötigen, überzeugt zu werden, um den Rängen der wahren Gläubigen beizutreten oder um ausgelöscht zu werden; der Hölle nach diesem Leben übergeben, und einem Zustand des Nicht-Dazugehörens während dieses Lebens.

Wenn es nur Opfer oder potenziell Nützliche gibt

Der Dienst-am-Selbst-Pfad von Polarität (V)

Erinnern Sie sich an den Schulhofschläger in ihrer Grundschule? Er suchte sich seine Ziele üblicherweise unter denjenigen ohne Möglichkeit, sich selbst zu verteidigen, aus und klaute ihr Essensgeld oder forderte irgendeine andere Bezahlung, Tag um elenden Tag. Für den Schulhofschläger sind andere Menschen keine Menschen. Sie sind „Untermenschen“. Sie sind entweder potenzielle Opfer oder potenziell nützliche Alliierte.

Während wir aufwachsen, sehen wir fortgesetzt Schulhofschläger auf dem Spielplatz des alltäglichen Lebens. Wenn wir Auto fahren, ist die Straße immer reich an Schulhofschlägern. Es ist wahrscheinlich, dass wir von solchen Fahrern auf dem Weg zu einem Ziel geschnitten werden. Als ich morgens vor kurzem auf einer Fahrt in die Stadt eine Landstraße entlang tuckerte, und es so gut wie keinen Verkehr gab und soweit ich sehen konnte keinerlei Autos hinter mir waren, musste ich vier verschiedene Male bremsen, bevor ich die Autobahn erreichte, weil die hereinkommenden Autos unbedingt vor mir sein mussten, obwohl mein Auto das einzige auf der Straße war.

Hier ist ein weiteres Alltagsbeispiel des Dienst-am-Selbst-Denkens: In der Nähe meines Zuhauses gibt es zwei Kreuzungen mit Stoppzeichen in alle Richtungen. Sie sind die einzigen zwei Wege aus unserem kleinen Dorf heraus nach Osten, Süden und Westen. Jedes Mal wenn ich hinausfahre, komme ich durch die eine oder die andere Kreuzung und beachte das Stoppzeichen in alle Richtungen. Schon oft war ich mitten in dem Vorgang, bis zum Stillstand zu bremsen und dann weiterzufahren, wenn ein ankommendes Auto sieht, dass ich das Gesetz beachte und nicht schnell genug beschleunigen kann, dass ich ihn rammen würde. Also bremst der Fahrer (oder die Fahrerin) gar nicht, sondern rauscht vor mir durch die Kreuzung durch und ignoriert das Stoppzeichen.

Der Weg dessen, was nicht ist

Der Dienst-am-Selbst-Pfad von Polarität (IV)

Die Essenz der Dienst-am-Selbst-Herangehensweise an Leben ist Kontrolle über sowohl das Selbst als auch Andere. Die zu Dienst-am-Selbst polarisierende Person stimmt nicht zu, dass alles eins ist. Sie ist die Nummer Eins. Sie betrachtet ihren Nächsten nicht als sich selbst. Sie arbeitet aus dem heraus, was Psychologen ihr Ego nennen. Das operante Wort für das Ego ist „mein“. Sie sieht die Welt als Etwas, das sie verwenden soll, um sich selbst zu begünstigen . Wenn sie etwas möchte, wird sie es zu „ihrem“ machen.

Logischerweise muss sich die zu Dienst-am-Selbst polarisierende Person durch das identifizieren, was „ihres“ ist. Sie hat ihre eigene, wahre Natur verleugnet, welche bedingungslose Liebe ist. Sie kann nicht in ihr Herz schauen, welches sie sich weigert zu öffnen. In einer Welt, in der alles eins ist, sind wir alle zusammen hier drin. Dieses ganze Konzept ist von einem Dienst-am-Selbst-Standpunkt aus wertlos. Die Dienst-am-Selbst-Sicht ist dem Weg dessen, was nicht ist, verschrieben – dem Pfad des Selbst, allein gegen die Welt.

Und so identifiziert die Dienst-am-Selbst polarisierende Person sich selbst mit ihren Ideen, Absichten und Zielen, ihren Besitztümern und den Menschen und Dingen, die sie kontrolliert. Verloren in ihrem Ego, kann sie nicht loslassen von diesen identifizierenden Merkmalen, da sie keinen Zugang zur Untersuchung des Pfades dessen, was IST, hat – dem Weg zur Öffnung ihres Herzens. Ihr Festhalten an dem, was sie kontrolliert, ist klebrig, denn das, was sie für das ihre hält, definiert sie sich selbst gegenüber.

Nicht verurteilen, sondern beschreiben und verstehen

Der Dienst-am-Selbst-Pfad von Polarität (III)

In einem Universum der Einheit hat jeder von uns alle positiven und alle negativen Eigenschaften und Merkmale in sich. Wir haben in der Tat die ganze Schöpfung in uns, eingewickelt in die inneren Falten unseres Bewusstseins. Es liegt keine Verurteilung darin, jemandem einen Wert des Dienstes-am-Selbst zuzuordnen, den wir sehen, sei es in unserem persönlichen Leben oder wenn wir den Marsch der öffentlichen Ereignisse in den Nachrichten betrachten, solange wir den gleichen Wert uns selbst zuordnen und ihn auf der Schattenseite unseres Wesens aufspüren, um ihm innerhalb unseres Selbst direkt gegenüber zu treten.

Wenn wir eine angewiderte oder verurteilende Reaktion auf die Handlung einer anderen Person oder Gruppe erfahren, benutzen wir eine andere Person oder Gruppe als einen Spiegel, um unser eigenes Wesen anzuschauen. Wenn wir nicht mögen, was wir in diesem Spiegel sehen, ist das Beste für uns, etwas Zeit in Kontemplation damit zu verbringen, wo die Samen dieses scheinbaren Fehlers, den wir außerhalb unseres Selbst sahen, innerhalb unseres eigenen, inneren Wesens liegen.

Während ich über Dienst am Selbst schreibe, verurteile ich ihn also nicht. Ich versuche einfach, ihn zu beschreiben und Ihnen zu helfen, ihn zu verstehen, um zu vermeiden, davon kontrolliert oder versklavt zu werden.